Informationen zum Beschluss des Hauptausschusses auf Erwerb von Containern zur Unterbringung Geflüchteter

Aktuell findet sich insbesondere auf Facebook sehr viel Empörung über die vermeintliche Entscheidung des Wilnsdorfer Hauptausschusses, dass auf dem alten Sportplatz in Wilgersdorf ein Wohncontainer für geflüchtete Menschen errichtet werden soll.

„Debatten sind wichtig und sollten möglichst gut informiert geführt werden“, sagt Bürgermeister Hannes Gieseler und will einige Dinge aufklären. Die wohl drängendsten Fragen werden in den Infografiken beantwortet.

In aller Kürze zusammengefasst: „Die Zuweisung von geflüchteten Menschen geht ungemindert weiter, ohne jegliche Einflussmöglichkeit der Gemeinde Wilnsdorf“, betont Gieseler. Weil die kommunalen Unterkünfte jedoch alle überfüllt sind, musste jetzt die Entscheidung getroffen werden zwischen der Aufstellung von Containern oder der Belegung weiterer Turnhallen und Dorfgemeinschaftshäusern.

„Diese üble Wahl traf der Hauptausschuss am vergangenen Donnerstag mit enormen Bauchschmerzen, aber großer Mehrheit von CDU, SPD, BfW/ FDP und Grüne, und er entschied sich für Wohncontainer“, berichtet Gieseler. Gleichzeitig bekam die Verwaltung den Auftrag, mögliche Standorte zu prüfen. Diese Suche läuft, und andere Standorte noch lange nicht ausgeschlossen.

Deswegen bedauert Wilnsdorfs Bürgermeister sehr, dass ein Brief des TuS öffentlich geworden ist, der die Sicht des betroffenen Vereins schildert, aber verständlicherweise nicht alle Seiten beleuchtet. „Dass der Vereinsvorsitzende mit der möglichen Aufstellung von Wohncontainern nicht glücklich ist, kann ich vollkommen nachvollziehen“, sagt Gieseler. „Deswegen war es mir so wichtig, ihn direkt nach der Ausschusssitzung anzurufen, damit er von dieser Option nicht von Dritten erfährt. Deswegen war es mir auch wichtig, mit dem Verein weitere Gespräche zu führen, um einen gemeinsamen Weg zu finden“.

Nun sei aber eine öffentliche Debatte ins Rollen gekommen, die mit mehr Hintergrundinfos sicher sachlicher geführt werden könnte, bedauert der Bürgermeister gleichermaßen. „Die traurige, aber ehrliche Wahrheit ist, dass es keine Lösung geben wird, die allen Interessen gerecht wird. Alle anderen Versprechen sind reiner Populismus. Die Gemeinde Wilnsdorf ist das letzte Glied in der Kette und muss Entscheidungen ausbaden, die an anderer Stelle getroffen werden“, macht Gieseler klar. „In unserer Hand liegt aber, ob wir uns innerhalb der Gemeinde Wilnsdorf gegeneinander ausspielen lassen. Ich hoffe, dass unsere Bürgerinnen und Bürger das nicht zulassen – bleiben Sie mit offenen Ohren und Herzen der Diskussion gegenüber aufgeschlossen“, richtet er an die Menschen.

Weitere Nachrichten unter AKTUELLES:

Stellenangebote der Gemeindeverwaltung

Stellenangebote der Gemeindeverwaltung

Lust auf eine berufliche Veränderung? Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt je eine/n Bauhofmitarbeiterin oder -mitarbeiter (w/m/d) Land- und Baumaschinenmechatronikerin oder -mechatroniker (w/m/d) Außerdem sucht der Förderverein „Betreuung an Wilnsdorfer Schulen“...

mehr lesen