Statement des Bürgermeisters

Eine arbeitsreiche Woche liegt hinter der Verwaltung, denn wir haben 20 Grundstücke im ganzen Gemeindegebiet dahingehend untersucht, ob dort ein Wohncontainer für geflüchtete Menschen aufgestellt werden könnte. Wir brauchen nämlich dringend mehr Platz für die Kinder, Frauen und Männer, die vor Hunger, Krieg und Verfolgung zu uns fliehen. Unsere Gemeinschaftsunterkünfte in den drei ehemaligen Grundschulen Anzhausen, Obersdorf und Wilden, in den Dorfgemeinschaftshäusern Wilden und Rinsdorf, im Übergangswohnheim Niederdielfen, im ehemaligen Forstamt Obersdorf und in weiteren Gebäuden sind alle überfüllt. Andere Kommunen müssen ihren Schulen und Vereinen die Turnhallen entziehen. Auch wir wären gezwungen, diesen denkbar schlechten Weg zu gehen, hätten wir nicht eine Alternative auf dem Tisch: einen Wohncontainer mit bis zu 46 Wohneinheiten, den wir vor einigen Tagen bestellt haben und der überraschend schon in drei bis vier Wochen geliefert werden kann.

Wo der Container aufgestellt werden könnte, haben wir in dieser Woche sehr intensiv geprüft und dabei auch Anregungen aus Politik und Bevölkerung aufgegriffen. Wir haben entscheidende bauliche, rechtliche sowie soziale Kriterien für jedes Grundstück abgeklopft und natürlich auch Zeitrahmen und Herstellungskosten geschätzt. Und wie erwartet können wir dem Gemeinderat einige gut geeignete Standorte vorschlagen.

Weil der Faktor Zeit eine große Rolle spielt, werden die Ratsmitglieder schon am kommenden Samstag, den 18.11. um 10 Uhr, zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Immerhin naht der unerwartet schnelle Liefertermin mit großen Schritten, und vor der Aufstellung der Container werden einige Vorarbeiten zu leisten sein, egal an welchem Standort. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Belegung von Turnhallen oder weiterer Dorfgemeinschaftshäuser unbedingt zu vermeiden.

Auf den Gemeinderat kommt eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe zu, denn es werden verschiedene Aspekte gegeneinander abzuwägen sein. Das wird sicher keine leichte Entscheidung. Aber unsere Ratsmitglieder werden sich dieser kommunalpolitischen Herausforderung stellen, damit wir keine Turnhallen schließen müssen. Am Samstag ist nicht die Zeit für populistische Scheindebatten zum Asylrecht, sondern für entschlossenes Handeln – ganz konkret hier in der Gemeinde Wilnsdorf.

 

Damit sich Interessierte über die möglichen Standorte informieren können, haben wir die Sitzungsunterlagen nachfolgend für Sie bereitgestellt:

Vorlage – Festlegung eines Standortes für Container zur Unterbringung von Flüchtlingen

Anlage:

Bewertung möglicher Containerstandorte zur Flüchtlingsunterbringung

 

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