Südwestfalen-IT bittet weiter um Geduld

Die Südwestfalen-IT wurde Ende Oktober Opfer eines Cyberangriffs einer professionellen Hackergruppe. Es handelt sich um einen der größten Angriffe auf die öffentliche Verwaltung, die es in Deutschland bisher gab. Bis die betroffenen Verwaltungen wieder regulär arbeiten können, wird es länger dauern als erwartet. Das gab die Südwestfalen-IT heute in einer Pressemitteilung bekannt.

Tests für erste Fachverfahren laufen an

Die Städte, Gemeinden und Kreise hatten sehr schnell nach dem Cyberangriff festgelegt, welche Fachanwendungen sie ganz besonders dringend benötigen. Die Südwestfalen-IT startet nun in der kommenden Woche zunächst mit Pilot-Tests für eine eingeschränkte Wiederinbetriebnahme der ersten drei Verfahren. Die Tests der übrigen priorisierten Fachverfahren folgen bis Weihnachten.

Bis die Fachanwendungen aber tatsächlich in den Kommunen genutzt werden können, wird es länger dauern als erwartet. Für die Verzögerung gibt es mehrere Gründe. Insbesondere der parallele Aufbau der vielen ineinandergreifenden IT-Systeme ist wesentlich komplizierter als angenommen. Außerdem wurden die Sicherheitsanforderungen noch einmal deutlich erhöht. Diese Faktoren zwingen zu besonderer Sorgfalt und einem schrittweisen Vorgehen – es gilt das Prinzip „Sicherheit vor Geschwindigkeit“.

Verbandsvorsteher Theo Melcher: „Die Südwestfalen-IT steht vor einer beispiellosen Herausforderung nach dem bisher größten Cyberangriff auf die öffentliche Verwaltung in Deutschland. Unsere höchste Priorität ist es, die Sicherheit und Funktionsfähigkeit unserer IT-Systeme wiederherzustellen, auch wenn dies heißt, dass wir unsere Zeitpläne anpassen müssen. Es wird mit Hochdruck an Lösungen gearbeitet.“

Noch keine belastbaren zeitlichen Aussagen möglichen

Weil die Probleme so komplex sind, kann die Südwestfalen-IT noch nicht sagen, wann die ersten Fachanwendungen zumindest im Basisbetrieb funktionieren. Zeitpläne für jede einzelne Kommune sind daher erst schrittweise zu erwarten. Die Ursache dafür liegt ausdrücklich nicht bei den Kommunen – diese können erst Pläne vorlegen, wenn die Südwestfalen-IT ihnen die Voraussetzungen dafür schafft. „Es wäre falsch, unrealistische Versprechungen zu machen“, erklärt Verbandsvorsteher Theo Melcher und bittet alle Betroffenen um Geduld und Verständnis.

Insgesamt arbeiten nahezu 170 Personen bei der Südwestfalen-IT an der Bewältigung der Auswirkungen des Cyberangriffs. Neun externe Dienstleister unterstützen diese Arbeiten. Mehrere Hundert Server und Tausende Clients müssen neu aufgebaut und installiert werden.

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